Zeigt her eure Kleider

Die Dienstkleidung der BOGESTRA im Laufe der Zeit

In diesem Jahr feiern wir 130 Jahre BOGESTRA und anlässlich unseres Jubiläumsjahres wollen wir euch in diesem Jahr ein paar mehr historische Einblicke als gewohnt liefern. Freut euch auf Schlaglichter aus 130 Jahren BOGESTRA, die wir zusammen mit unseren Gastautor*innen für euch aufbereiten. Heute wird es oberflächlich, denn unser Gastautor Andreas hat sich einmal ganz genau angesehen, was die Bogestraner*innen im Laufe der Zeit so getragen haben.

Ein Logo mit dem Schriftzug "Wir feiern 130 Jahre BOGESTRA" in Rot- und Blautönen.

Knöpfe blank geputzt

„Der Schaffner hat stets artiges, zuvorkommendes Benehmen gegen die Fahrgäste zu beachten. Er hat sich einer militärischen Haltung zu befleißigen. Der Anzug der Schaffner muß stets sauber und die Knöpfe blank geputzt sein.“

Diese Forderungen werden in der ersten Dienstanweisung für die Schaffner von 1894 formuliert. Dass er auch Fahrscheine, einen Schwamm, einen Handfeger, einen Lederlappen und Putzpomade bei sich führen muss, erscheint dabei schon fast nebensächlich. Die „blank geputzten Knöpfe“ weisen schon auf den Charakter der Dienstkleidung hin, die eher einer Uniform ähnelt. Und die Dienstmütze ist eine Schirmmütze mit einer auf ihre angebrachte Nummer, die zur Identifikation des Schaffners diente.

1898 erhalten die Uniformen weitere Merkmale: „Um sich einen festen Beamtenstamm zu erhalten hat die Betriebsleitung beschlossen, Dienstalterszulagen zu gewähren, die den schon länger bei der Bahn befindlichen Angestellten gleich mit Beginn des neuen Jahres zu Gute kommen. In der Uniformierung tritt insoweit eine Änderung ein, als die höheren Dienstalter durch an den Dienströcken zu tragende Abzeichen (Litze etc.) kenntlich gemacht werden.“

Als dann ab 1915 kriegsbedingt auch Schaffnerinnen ihren Dienst tun, bemerkt die Zeitung: „Die Schaffnerinnen tragen blaue Mütze mit Zifferschild, Billettasche und blaue Jacke. Die Uniform macht sich ganz nett.“

Großer Wandel: Aus Uniform wird Dienstkleidung

Der Uniformcharakter der Dienstkleidung bleibt lange erhalten. 1970 schreibt die Zeitung: „Die Straßenbahn gibt sich zivil. Dienstkleidung löst sich von der Uniform.“ Die bisher sehr dunkel gehaltenen „Uniformen“ mit grünem Kragenspiegel und darauf angebrachten Emblemen für den Autobus oder dem Flügelrad für den Straßenbahner wurden entmilitarisiert und wurden unscheinbar - grau. Den Mitarbeitern war aber vor allen Dingen eine Kleidungsmöglichkeit überaus beliebt: Das „Pilotenhemd“ ein hellblaues Hemd mit Schulterklappen und einem Bündchen, das locker über dem Gürtel lag. Im Sommer eine Wohltat!

1999 wird aus grau bunt. Die neue Dienstkleidung stammt aus dem Hause Steilmann und ist dem Zeitgeschmack entsprechend. Die Jacken sind in rot-schwarz gehalten, die Hemden gestreift, das Sweatshirt rot, und das beliebte „Ringelshirt“ überwiegend grau-rot gestaltet. Und alle Kleidungsstücke tragen das BOGESTRA-Emblem.

Seitdem wird auf Bequemlichkeit der Dienstkleidung geachtet. Dabei wird niemandem vorgeschrieben, welche Zusammenstellung er*sie zu tragen hat. Hauptsache, das Logo BOGESTRA ist zu erkennen. Und das Ringelshirt: zwischenzeitlich wurde es nur rot, inzwischen gibt es eine graue Variante. Aber auch das gestreifte Ringelshirt wird von einigen Mitarbeitenden noch getragen – Tradition oder Retro? Die Entscheidung überlasse ich euch.

Danke Andreas über den Ausflug zu polierten Knöpfen und Ringelshirts. Wir sind gespannt auf deinen nächsten Beitrag.

Fotos: BOGESTRA Fotosammlung, VhAG BOGESTRA e.V., Andreas Halwer

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Wir über uns

Foto Werkstatthalle BOGESTRA-Straßenbahnbetrieb Engelsburg

Rund 2400 Menschen sorgen bei der BOGESTRA an 365 Tagen im Jahr für Mobilität im Herzen des Ruhrgebiets. Mit ca. 400 Fahrzeugen sind wir städteübergreifend unterwegs. Von früh am Morgen bis spät in die Nacht bieten wir attraktive Verbindungen für unsere Fahrgäste und sorgen für den Pulsschlag der Region.

Autor

Gast

August 19, 2026

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